Wege zu Wald und Wasser
Es war einige Wochen etwas stiller hier bei “Wald und Wasser”. Das liegt vor allem daran, dass ich mir darüber Gedanken mache, was genau mich innerlich ruft, was mein Weg zu mehr Naturverbundenheit sein kann, was ich erreichen möchte und wie ich andere mit auf diesen Weg nehmen kann. Ich kann nicht sagen, dass ich mit diesen Überlegungen an ein Ende gekommen bin. Und dennoch lassen mich die verschlungenen Wege nicht nur sprichwörtlich dem Ziel “mehr Naturverbundenheit” näher kommen. Das Unterwegssein ist essentiell dafür. Es ist der Kern.
Ich mache mir Gedanken über den Zyklus des Lebens im Jahreskreis, über die Jahreszeiten und die damit verbundenen Energien und ob es nicht sinnvoll wäre, sich vielmehr diesem Rhythmus anzupassen als immer wieder dagegen zu arbeiten. Ich neige dazu, immer alles sofort erledigen zu wollen. Doch das Draußensein lehrt mich, dass alles seine Zeit hat.
Wenn also die Wege und das Unterwegssein das Ziel sind, dann sollte dies auch Teil meines Blogs sein: Viele meiner Gedanken kreisen in den letzten Wochen um die Frage, wie ich meine “Vergangenheit” und meine Erfahrungen in der Filmbranche in das Neue transformieren kann. Nun scheint die Wildnis mit der sehr technikbasierten und hektischen Medienwelt herzlich wenig gemeinsam zu haben. Ich überlege also, was es ist, was mich an beiden Bereichen so begeistert, inspiriert und über Jahre bei der Stange hält. Letztendlich ist es das Konzept der Ästhetik.
Ich mag es, Bilder - seien sie bewegt oder still stehend - anzuschauen oder selbst zu gestalten, sie zu interpretieren und zu lesen oder damit Geschichten zu erzählen, Emotionen auszudrücken und Stimmungen zu beschreiben. Das Zusammenspiel aus Bewegung, Farbe, Licht und Schatten, Ausschnitt und Komposition begeistern mich. Und so ist es auch in der Natur: das Majestätische einer alten Eiche mit ihrer verzweigten und knorrigen Krone zeiht mich genauso in den Bann wie die Weite des Meeres, sanfte Hügel und Wiesen oder zuletzt vor allem kleine Details wie Pilze und Moos oder die Farbenvielfalt des Herbstes.
In den vergangenen Wochen fotografiere ich viel und halte die sich verändernde Natur in Bildern fest. Mir macht es unheimlich Spaß, manchmal konzeptuell, manchmal ganz intuitiv die Schönheit der Wildnis mit der Ästhetik eines Fotos zu verbinden. Momente festzuhalten, die für mich das Draußensein ausmachen. Ich möchte deshalb einen kleinen Samen in die Erde legen und schauen, ob er aufgehen wird. Ab sofort wird es hier auf der Website einen Portfolio-Bereich geben, in dem ich in verschiedenen thematischen Galerien meine fotografischen Eindrücke teile. Vielleicht gibt es ja den Einen oder die Andere, die sich solch ein Stück Natur sogar nach Hause holen möchte. Auf jeden Fall freue ich mich natürlich über jedes Feedback zu den Fotos.