Ein morgendliches Geschenk: Füchse!

 

Wow, was für ein Morgen! Eigentlich habe ich nur vor, zum Start in den Tag ein paar Sonnenstrahlen zu tanken, aber meine kleine Runde mit dem Rad um den Mühlenteich entwickelt sich zu einer wahren Beobachtungsmission. Vielleicht kann ich auch nicht anders und muss im Moor am südlichen Ufer des Mühlenteichs einfach überall nach Trittsiegeln, Losungen, Wildwechseln und anderen Spuren verschiedenster Tierleute Ausschau halten. Ich bin ganz begeistert, auf dem Feld im Südosten des Teiches im Vorbeifahren einen Fuchs zu erkennen. Ich halte sofort an und beobachte ihn aus etwa 100 Metern Entfernung. Und obwohl ich den Eindruck habe, dass er mich auch entdeckt hat, lässt er sich nicht von seinem Streifzug über das Feld abhalten. Immer wieder hält er an, schaut sich um, bis er plötzlich stocksteif stehen bleibt und einen Punkt auf dem Boden fixiert. Einige Sekunden später springt er in einem hohen Bogen und… ja, er hat die Beute! In hastigen Beiß- und Schluckbewegungen verschlingt er sein Frühstück. Und kaum ist der erste Gang hinuntergewürgt, geht es weiter. Ich sehe ihn noch ein paar Mal im Bogen auf einen zuvor fixierten Punkt springen, bis hinter mir ein Jogger vorbeiläuft. “Moin!” - wir grüßen uns, der Fuchs rennt weg. Fast schon enttäuscht schaue ich ihm noch hinterher.

Doch während ich noch so schaue, raschelt es ganz in der Nähe von mir. Ich stehe zufällig vor einem kleinen Wildwechsel durch eine Hecke, die das Feld von dem kleinen Trampelpfad, auf dem ich unterwegs bin, trennt. Ich sehe die Büsche und Sträucher bewegen und höre, dass mir hier ganz offenbar jemand entgegenkommt. Ich bleibe ruhig stehen, bis ich ihn tatsächlich sehe: Ein weiterer Fuchs kommt mir durch die Sträucher entgegen, entdeckt mich, dreht sich wieder um und läuft davon. Nicht panisch, aber ganz geheuer war ihm das wohl nicht. Ich habe Gänsehaut! Noch nie zuvor habe ich einen Fuchs in Freiheit aus so kurzer Distanz gesehen. Das waren keine zwei Meter, er hatte mich erst im letzten Moment entdeckt! Ich verfolge noch in der Ferne das Rascheln in den Büschen und laufe ein paar Meter weiter. Und tatsächlich entdecke ich ihn erneut und kann mit dem Telefon sogar ein Foto machen (Bilder 5 und 6 sind Suchbilder ;-)). Ganz offenbar will er den kleinen Tümpel über die Brücke überqueren, an der ich jetzt stehe. Da ihm das nicht gelingt, nimmt er letztendlich den unbequemeren und deutlich nasseren Weg durch den Tümpel!

Das Rascheln in den Büschen entfernt sich nun allmählich und ich beschließe, weiterzufahren. Ganz beglückt kann ich den Tag beginnen!

 
Zurück
Zurück

Birthday Wandering

Weiter
Weiter

Die Wildnis vor der Haustür